Wenn es ein Gericht gibt, das für mich nach klassischem Sonntagsessen und richtig gutem Comfort Food schreit, dann ist es dieser zarte Schmorbraten mit cremigem Kartoffelpüree und Ofenkarotten. Das Fleisch schmort langsam in einer kräftigen Soße aus Portwein, Rinderbrühe und Gemüse und wird dadurch so weich, dass es sich beinahe mit der Gabel zerteilen lässt.
Dazu gibt es ein einfaches, cremiges Kartoffelpüree, geröstete Karotten aus dem Ofen und natürlich ordentlich von der dunklen Bratensoße. Das Rezept braucht zwar etwas Zeit im Ofen, die eigentliche Vorbereitung ist aber überraschend unkompliziert.
Warum wird der Schmorbraten so schön zart?
Für meinen Schmorbraten verwende ich Hohe Rippe vom Rind. Dieses Stück eignet sich hervorragend zum langsamen Schmoren. Während der langen Garzeit bei niedriger Temperatur wird das Fleisch immer zarter und gleichzeitig bekommt die Soße richtig viel Geschmack. Wichtig ist vor allem, das Fleisch am Anfang rundherum kräftig anzubraten.
Auch Zwiebeln und Suppengrün dürfen ordentlich Farbe bekommen. Genau diese Röstaromen bilden später die Grundlage für die kräftige dunkle Soße. Anschließend lösche ich alles mit Portwein ab und gebe Rinderbrühe und Lorbeer dazu. Danach übernimmt eigentlich schon der Ofen die meiste Arbeit.
Schmorbraten mit Portwein – eine richtig kräftige Soße
Der Portwein ist für mich eines der Highlights an diesem Rezept. Durch seine leichte Süße und sein intensives Aroma passt er hervorragend zum Rind und zu den kräftigen Röstaromen. Zusammen mit Tomatenmark, Rinderbrühe, Zwiebeln und Suppengrün entsteht beim Schmoren eine aromatische Bratensoße.
Nach der Garzeit kann die Soße entweder rustikal bleiben oder passiert werden, wenn ihr sie besonders fein haben möchtet. Zum Schluss dicke ich sie mit etwas Speisestärke an. Dadurch bekommt sie genau die richtige Konsistenz, um sich über Fleisch und Kartoffelpüree zu legen.

Zarter Schmorbraten mit Kartoffelpüree und Ofenkarotten
Zutaten
Für den Schmorbraten:
- 800 g Hohe Rippe vom Rind
- 2 Zwiebeln
- 1 Bund Suppengrün
- 2 EL Tomatenmark
- 500 ml Portwein
- 500 ml Rinderbrühe
- Salz
- Pfeffer
- Lorbeerblätter
- etwas Wasser
- 2 TL Speisestärke
Für das Kartoffelpüree:
- 500 g mehligkochende Kartoffeln
- ca. 80 ml Milch
- 2 EL Butter
- Salz
Für die Ofenkarotten:
- ½ Bund Karotten
- 2 EL Öl
- Salz
Zubereitung
1. Fleisch kräftig anbraten
Die Hohe Rippe rundherum großzügig mit Salz und Pfeffer würzen. Einen Bräter stark erhitzen und das Fleisch von allen Seiten kräftig anbraten, bis schöne Röstaromen entstanden sind. Anschließend aus dem Bräter nehmen und kurz beiseitestellen.
2. Soßenansatz vorbereiten
Zwiebeln und Suppengrün grob schneiden und direkt im Bräter kräftig anrösten. Das Tomatenmark dazugeben und ebenfalls kurz mitrösten.
Alles mit dem Portwein ablöschen und anschließend die Rinderbrühe angießen. Lorbeerblätter dazugeben.
3. Schmorbraten langsam garen
Das angebratene Fleisch zurück in den Bräter geben und bei 160 °C für etwa 2,5 Stunden langsam schmoren lassen, bis das Fleisch richtig schön zart ist.
Anschließend den Schmorbraten herausnehmen. Die Soße kann jetzt nach Wunsch passiert werden. Speisestärke mit etwas kaltem Wasser glatt rühren, unter die Soße geben und kurz aufkochen lassen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
4. Cremiges Kartoffelpüree zubereiten
Die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser weich kochen. Anschließend abgießen und zusammen mit Milch und Butter zu einem cremigen Kartoffelpüree stampfen. Mit Salz abschmecken.
5. Ofenkarotten rösten
Die Karotten schälen und mit Öl und etwas Salz vermischen. Im Ofen rösten, bis sie weich sind und außen leicht gebräunt beziehungsweise karamellisiert sind.
Zum Schluss den zarten Schmorbraten zusammen mit dem Kartoffelpüree und den Ofenkarotten anrichten und großzügig mit der kräftigen Portweinsoße übergießen.
Meine Tipps für einen richtig guten Schmorbraten
Zeit geben: Schmorbraten lässt sich nicht wirklich beschleunigen. Das Fleisch braucht die lange Garzeit, damit es schön zart wird.
Kräftig anrösten: Sowohl beim Fleisch als auch beim Gemüse darf ordentlich Farbe entstehen. Die Röstaromen machen später einen großen Teil des Geschmacks der Soße aus.
Soße passieren: Wer eine besonders feine, klassische Bratensoße möchte, passiert den Schmorfond nach dem Garen durch ein Sieb und bindet ihn anschließend ab.
Am nächsten Tag schmeckt er ebenfalls hervorragend: Schmorgerichte lassen sich sehr gut vorbereiten. Der Braten kann später langsam in der Soße wieder erwärmt werden und eignet sich deshalb auch super, wenn Gäste kommen.
Was passt zu Schmorbraten?
Kartoffelpüree und Ofenkarotten sind für mich die perfekte Kombination, weil das cremige Püree die kräftige Soße richtig schön aufnimmt.
Alternativ passen zum Schmorbraten aber auch Kartoffelklöße, Salzkartoffeln, Spätzle oder ein cremiges Sellerie-Kartoffel-Püree. Als Gemüse funktionieren beispielsweise Rotkohl, Rosenkohl, grüne Bohnen oder glasierte Möhren.
Klassisches Sonntagsessen für zuhause
Dieser Schmorbraten mit Kartoffelpüree und Ofenkarotten ist genau das richtige Rezept für einen gemütlichen Sonntag: kräftig, herzhaft und echtes Wohlfühlessen.
Die Vorbereitung hält sich dabei in Grenzen. Sobald Fleisch, Gemüse, Portwein und Brühe im Bräter sind, erledigt der Ofen den Großteil der Arbeit. Nach rund 2,5 Stunden wartet butterzartes Rindfleisch mit einer kräftigen dunklen Soße – dazu cremiges Kartoffelpüree und geröstete Karotten.
Genau so muss Sonntagsessen für mich sein!

Zutaten:
Zutaten: Für den Schmorbraten:
- 800g Hohe Rippe
- 2 Zwiebeln
- 1 Bund Suppengrün
- 2 EL Tomatenmark
- 1/2 Liter Portwein
- 1/2 Liter Rinderbrühe
- Gewürze: Salz, Pfeffer & Lorbeerblätter
- etwas Wasser + 2 TL Speisestärke zum Andicken
Für die Beilagen:
- 500g mehlige Kartoffeln
- ca. 80ml Milch
- 2 EL Butter
- 1/2 Bund Karotten
- 2 EL Öl
Zubereitung:
- Die Hohe Rippe rundherum kräftig mit Salz und Pfeffer würzen und in einem Bräter von allen Seiten scharf anbraten. Anschließend herausnehmen.
- Zwiebeln und Suppengrün grob schneiden und im Bräter kräftig anrösten. Tomatenmark dazugeben und kurz mitrösten. Mit Portwein ablöschen, Rinderbrühe angießen und Lorbeerblätter dazugeben.
- Das Fleisch zurück in den Bräter geben und bei bei 160 Grad 2,5 Stunden langsam schmoren, bis es richtig zart ist. Anschließend herausnehmen, die Soße nach Wunsch passieren und mit der in etwas Wasser angerührten Speisestärke abbinden. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
- Für das Püree die Kartoffeln schälen, in Stücke schneiden und in Salzwasser weich kochen. Abgießen und zusammen mit Milch und Butter zu einem cremigen Kartoffelpüree stampfen. Mit Salz abschmecken.
- Karotten schälen, mit Öl und etwas Salz vermischen und im Ofen rösten, bis sie weich und leicht gebräunt sind. Schmorbraten zusammen mit Püree, Ofenkarotten und ordentlich Soße anrichten, fertig!
