Döner und Currywurst gehören für mich zu den absoluten Klassikern, wenn man an Berliner Imbiss-Essen denkt. Also wollte ich ausprobieren, wie nah man zuhause an das Original herankommt. Und wenn ich schon Döner selber mache, dann natürlich nicht einfach nur mit Fleisch aus der Pfanne: Ich habe einen eigenen Dönerspieß aus Schweinenacken und Hackfleisch gebaut und ihn auf einem selbstgebauten DIY-Dönergrill gegrillt.
Dazu gibt es eine selbstgemachte Currywurst mit einer würzigen Currywurstsauce aus passierten Tomaten, Tomatenmark, Apfelmus, Honig, Worcestershiresauce, Sojasauce und Balsamico. Und weil beim Döner natürlich auch das Brot stimmen muss, habe ich die Fladenbrote ebenfalls selbst gebacken.
Das Ergebnis ist ein kleiner Berliner Imbiss für zuhause – mit selbstgemachtem Döner, frischem Fladenbrot und Currywurst. Döner selber machen: Das Wichtigste ist der Dönerspieß Für meinen selbstgemachten Döner wollte ich keinen klassischen Hackfleischspieß machen.
Stattdessen habe ich Schweinenacken und gewürztes Hackfleisch miteinander kombiniert. Der Schweinenacken wird dafür in möglichst dünne Scheiben geschnitten und kräftig mit Dönergewürz gewürzt. Das Hackfleisch habe ich separat etwas schärfer abgeschmeckt.
Anschließend werden Fleischscheiben und Hackfleisch abwechselnd auf einen Spieß geschichtet und gut zusammengedrückt. Dadurch bekommt man beim späteren Abschneiden unterschiedliche Strukturen: außen schön angeröstetes Fleisch, saftigen Schweinenacken und dazwischen das würzige Hackfleisch.
Zutaten für den selbstgemachten Dönerspieß
Für ca. 4–6 Portionen:
- 1 kg Schweinenacken
- 500g Hackfleisch
- Dönergewürz nach Geschmack Salz Pfeffer Paprikapulver Chiliflocken oder Cayennepfeffer nach Geschmack (kann man sonst auch als fertige ischung kaufen)
Dönerspieß selber machen
Den Schweinenacken zunächst in möglichst dünne Scheiben schneiden. Das funktioniert besonders gut, wenn das Fleisch vorher kurz angefroren wird.
Die Fleischscheiben großzügig mit Dönergewürz würzen und gründlich vermengen.
Das Hackfleisch separat mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und etwas Chili oder Cayennepfeffer würzen. Das Hack darf ruhig etwas kräftiger und leicht scharf abgeschmeckt werden.
Jetzt wird geschichtet. Dafür zuerst eine Scheibe Schweinenacken auf den Spieß stecken, anschließend eine dünne Lage Hackfleisch darauf verteilen und wieder Schweinenacken daraufsetzen.
So weitermachen, bis das gesamte Fleisch aufgebraucht ist. Dabei den Spieß immer wieder kräftig zusammendrücken, damit ein möglichst kompakter Dönerspieß entsteht.
Den fertigen Spieß anschließend auf einem geeigneten Drehgrill rundherum grillen. Sobald die äußere Fleischschicht schön gebräunt und knusprig ist, wird sie mit einem scharfen Messer dünn heruntergeschnitten.
Danach dreht sich der Spieß weiter, bis die nächste Schicht gebräunt ist. Genau dieses schichtweise Grillen und Abschneiden sorgt für die typischen Röstaromen.
Wichtig: Verwendet für einen DIY-Dönergrill ausschließlich eine Konstruktion und Materialien, die für hohe Temperaturen und den Kontakt mit Lebensmitteln geeignet sind. Improvisierte Bauteile, Beschichtungen oder Kunststoffe haben in unmittelbarer Nähe des Grillguts nichts verloren.
Das Fladenbrot für den Döner
Wenn man sich schon die Arbeit mit einem eigenen Dönerspieß macht, lohnt sich auch ein richtig gutes Fladenbrot.
Da ich nun wirklich kein Bäcker-Profi bin, habe ich mir das Rezept von Reiseschmaus raugesucht, hier kommt ihr zum Original!
Das Rezept arbeitet mit einem Vorteig, der 12 bis 24 Stunden reift. Anschließend wird daraus mit weiterem Mehl, Wasser, Joghurt, Hefe, Olivenöl und Salz der Hauptteig hergestellt. Die Brote werden mit Eigelb und Joghurt bestrichen und mit Sesam und Schwarzkümmel bestreut. Gebacken werden sie bei hoher Temperatur mit Dampf.
Für drei Fladenbrote:
- Für den Vorteig:
- 180g Weizenmehl Typ 00
- 180g kaltes Wasser
- 0,5 g frische Hefe
Für den Hauptteig:
- 220g Mehl
- 80g Wasser
- 15g Olivenöl
- 10g Joghurt
- 10g Salz
- 5g frische Hefe
- Zum Bestreichen : 1 Eigelb und 1 EL Joghurt sowie Sesam und Schwarzkümmel
Das Brot wird außen schön gebräunt und bekommt innen die weiche Struktur, die ich für einen selbstgemachten Döner haben möchte.
Beim Belegen könnt ihr natürlich selbst entscheiden, was für euch auf einen guten Döner gehört:
- Eisbergsalat
- Tomaten
- Gurke
- Rotkohl
- Zwiebeln
- Knoblauch- oder Kräutersauce
- Scharfe Sauce
- Optional Schafskäse
- Chiliflocken

